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Fischereiliche Fragestellungen

Bestandsaufnahmen:

Befischungen zu einzelnen Terminen stellen in der Regel nur Momentaufnahmen dar. Durch Fischwehre können auch die sich bewegenden Fischpopulationen erfasst werden.

In großen Fließgewässern ist die quantitative Aufnahme von Fischbeständen in der Regel nicht möglich. In Situationen wo große Populationsteile in Nebengewässer ziehen, etwa um dort abzulaichen, können diese mittels Fischwehr erfasst und markiert werden. Nach Rückwanderung ins Hauptgewässer kann durch relativ wenige Wiederfänge der Gesamtbestand einer Fischart bestimmt werden.
So wurde durch den Einsatz eines Fischwehrs und das Markieren der Fische erstmals der Bestand einer Fischart für einen ganzen Donauabschnitt bestimmt - so geschehen im LIFE-Huchen Projekt für die aus dem Donauabschnitt Wachau einwandernden Nasen die am Fischwehr an der Pielachmündung markiert wurden (Zitek et al., 2004 in Vorbereitung).

Fang von Laichfischen:

Für die Aufzucht autochthonen Besatzmaterials können mittels Fischwehr Laichfische auf schonende Weise gefangen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Laichfische erst gefangen werden, wenn sich auch tatsächlich zum Laichplatz wandern.

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