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Methodik
Konstruktion, Montage, Wartung
Sowohl Dynamisches Fischwehr als auch Reusenkasten (Abb. 1 u. 2) sind Konstruktionen in Modulbauweise.
Dadurch ist die Anlage leicht transportabel und die Montage kann ohne großen technischen Aufwand erfolgen (siehe Projekte:
Montage des Dynamischen Fischwehrs an der Murg).
Das Fischwehr besteht aus Paneelen die aus Kunststoffrohren zusammengesetzt sind (Abb. 3).
Ein Ende wird an der Sohle verankert das andere mit einem Schwimmer über Wasser gehalten (Abb. 4).
Aufgrund der Rechenstruktur des Fischwehrs bleibt in der Regel nur grobes Treibgut an der Konstruktion hängen, wodurch die Wartungsarbeit extrem reduziert wird.
HochwassersicherheitDie wichtigste Eigenschaft des Dynamischen Fischwehrs ist seine Hochwassersicherheit. Um diese zu erreichen, sollte der Reusenkasten aus massivem Stahl oder vergleichbarem gefertigt sein. Hingegen muss das Dynamische Fischwehr möglichst flexibel sein um den Wassermassen im Hochwasserfall nachgeben zu können.
Bei steigendem Abfluss wird die Belastung für das Wehr immer größer, bis schließlich die Auftriebskraft der Schwimmer nicht mehr ausreicht und das Fischwehr nach unten gedrückt und überströmt wird. Steigt der Abfluss weiter an, wird das Fischwehr sukzessive überströmt. Gleichzeit tritt immer mehr und größeres Treibgut auf das die Anlage gefährden kann. In der Regel sind dann Reusenkasten und Fischwehr bereits ausreichend tief unter Wasser um nicht beschädigt zu werden.
Um der hydraulischen Belastung am Gewässergrund Stand halten zu können muss das Fischwehr sorgfältig verarbeitet und ausreichend verankert sein.
Im März 2002 wurde das Dynamische Fischwehr an der Pielach (Abb. 1) bei einem Abfluss von ca. 150 Kubikmeter pro Sekunde 4 bis 5 Meter hoch überströmt (Abb. 2).
Durch das ca. 10-jährige Hochwasserereignis entstand jedoch kein Schaden am Fischwehr.
Für die detailliertere technische Beschreibung des Dynamischen Fischwehrs und Fangergebnisse im LIFE-Huchen Projekt siehe
Mühlbauer et al., 2003.
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