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LIFE Natur Projekt "Lebensraum Huchen"

Projektshomepage LIFE Lebensraum Huchen

Monitoringprogramm mit Daten der Fischwanderung


Im Rahmen dieses Projekts wurde das Dynamische Fischwehr entwickelt. Die Forscher des Institut für Hydrobiologie (Boku Wien) standen vor der Herausforderung möglichst alle Fische die in den Donauzubringer Pielach zur Laichzeit einwandern zu erfassen.

Erste Absperrungsversuche mit starren Konstruktionen scheiterten. Diese wurden bei Hochwasser zur Seite gedrückt oder zerstört.

Mit dem Dynamischen Fischwehr konnten an der Pielachmündung während der Fischwanderung im Frühjahr 2002 trotz eines ca. 10jährigen Hochwasserereignisses 5.765 Fische aus 24 Arten mit einer Gesamtmasse von ca. 6,7 Tonnen gefangen werden.
Letztlich war die quantitative Erfassung der zur Laichzeit aus der Donau in die Pielach wandernden Fische nur auf Basis des Einsatzes dieser flexiblen, hochwassersicheren Flussabsperrung möglich.

In den Jahren 2001 bis 2004 waren Dynamische Fischwehre an elf verschiedenen Standorten im Einsatz. Einerseits um die Einwanderung in die Donauzubringer Pielach und Melk (Abb. 1, 2, 3 u. 4) zu erfassen und andererseits um die Funktion von neun neu errichteten Fischwanderhilfen zu kontrollieren (Abb. 5 u. 6).



Studie zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Perlfisch und Seelaube

Untersuchungsdesign Mondseeache


Der Perlfisch (Rutilus frisii, Abb. 1) und die Seelaube (Chalcalburnus chalcoides, Abb. 2) zählen zu den europaweit am stärksten gefährdeten Fischarten. Sie sind daher auch im Anhang 2 der Fauna-Flora-Habitat Richtlinie der EU angeführt.

Das Vorkommen von Perlfisch und Seelaube im Mondsee und Attersee führte dazu das die beiden Seen samt den Unterläufen ihrer Zubringer als Natura 2000 Gebiet ausgewiesen wurden. Zur Lebensweise beider Fischarten gehört es, zur Laichzeit in Zubringer aufzusteigen und dort abzulaichen (Abb. 3 u. 4). Die Seeache die Mondsee und Attersee miteinander verbindet stellt diesbezüglich das wichtigste Gewässer dar.
Im Zuge einer IST-Bestandsaufnahme von Perlfisch und Seelaube wird daher die Laichwanderung aus dem Attersee in die Mondseeache mit einem Dynamischen Fischwehr erfasst (Abb. 5, 6 ,7 u. 8).



INTERREG Projekt FIDON

Projekt-Homepage FIDON


In einem der Projektteile steht die Untersuchung der Wanderungsaktivitäten von Flussfischen im Vordergrund, wobei insbesondere die funktionelle Rolle von Zuflüssen und Nebenarmen am Beispiel Wienfluss, Donaukanal und Fischa bearbeitet wird. So wird etwa die Wanderung der Nase (Chondrostoma nasus, Abb. 1) zu einem ihrer angestammten Laichplätze in der Fischa mittels Dynamischem Fischwehr untersucht (Abb. 2).
Gleichzeitig wird flussab des Fischwehrs die Fischwanderung mit einem Echolotsystem überwacht. Die Fänge aus den Reusen des Fischwehrs dienen somit auch als Referenz für die Kalibrierung des Echolots.

Projekt "Lachs 2000"

Landesfischereiverband Baden Württemberg


Ziel dieses Projekts ist die Wiederansiedelung von weitwandernden Fischarten in Deutschland. Dazu gehören: Lachs (Salmo salar), Meerforelle (Salmo trutta trutta), Maifisch (Alosa alosa), Meerneunauge (Petromyzon marinus), Stör (Acipenser sturio).

Nachdem der Lachs in Deutschland als ausgestorben galt, konnte eine rasche Wiederansiedelung nur durch Besatz erfolgen. Zu diesem Zweck werden Junglachse in früher angestammten "Lachsflüssen" besetzt. Ob der Besatz erfolgreich war und die Lachse nach ihrem Aufenthalt im Meer wiederkehren kann zum Teil in Fischaufstiegshilfen (z. B. Fischpass Iffezheim, Rhein) mit Reusenfängen festgestellt werden.

Ehemalige "Lachsflüsse" die ohne Fischwanderhilfe erreichbar sind, können nicht in dieser Weise kontrolliert werden. So zum Beispiel die Murg, ein Schwarzwaldfluss der wenige Kilometer unterhalb des Kraftwerks Iffezheim in den Rhein mündet. In einem Dauermonitoring wird hier mittels Dynamischem Fischwehr die Wiederkehr von Lachsen abgewartet, gleichzeitig aber auch die Wanderung anderer Fischarten beobachtet. Abb. 1 bis 8: Einbau des Fischwehrs an der Murg (Zeitrahmen: 6 Stunden).